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Heute ist mir etwas sonderbares passiert.Ich wohne in Wolfsburg, eine kleine beschauliche Stadt in der sich alles um VW dreht. Ich hätte nicht gedacht, dass die Terrorwarnungen selbst hier ihre Wellen schlagen.Wie jede Woche mache ich mich auf den Weg zum Wochenendeinkauf. Ich trage Sneakers, eine Jeans, einen schwarzen Pulli, eine Lederjacke, eine Mütze und einen grünen Rucksack in dem ich meine Einkäufe verstauen wollte. Außerdem höre ich über einen pinken I-Pod mit pinken Kopfhörern Musik. In der City Gallerie angekommen machte ich mich zuerst daran, dass zu besorgen was mir von meiner Frau aufgetragen wurde, Geschenkpapier. Ich bin also in einen dieser Läden mit vielen Körbchen und tausend Artikeln gegangen und während ich so in der Schlange vor der Kasse stehe, mache ich meine Musik noch ein wenig lauter um dem Geblubber um mich herum zu entgehen. Barra barra von Rachid Taha ertönte in voller Lautstärke, alles war gut.Bis hier ein ganz normaler Einkauf sollte man meinen. Als ich jedoch den Rest besorgt hatte und aus dem Supermarkt im Kellergeschoss trat, standen mit einem Mal zwei Polizisten vor mir. Hinter diesen hatten sich bereits die Sheriffs von Saturn aufgebaut (äußerst wichtige Sicherheitskräfte) und schauten grimmig aus der Wäsche. Ich glaube sie wissen bis jetzt nicht worum es ging. Jedenfalls sprachen mich die beiden Herren von der exekutiven Gewalt mit der bitte in meinen Rucksack sehen zu dürfen an. Auf meine Frage ob sie denken würden ich hätte etwas gestohlen wurde mir entgegnet dass es nicht darum ginge. Sie wurden vielmehr von einer besorgten Bürgerin angesprochen, welche mich auf Grund meiner Musikauswahl verdächtig finden würde. Nun wären sie während der erhöhten Terrorgefahr in Deutschland dazu angehalten worden jedem Verdacht nachzugehen. Ich war erstmal ziemlich sprachlos. Auf meine Frage ob sie denn wirklich denken würden ich hätte eine Bombe in meinem Rucksack wurde mir nur achselzuckend entgegnend, dass man sich da ja nie sicher sein könnte.Um die Prozedur zu beschleunigen und zu einem Punkt zu kommen, habe ich den zwei Beamten dann den Inhalt meines Rucksacks gezeigt. Eine Fanta, zwei Flaschen Eistee, eine Schachtel Gauloises und ein Stück Parmesan. Meine Tüten wollten sie danach nicht mehr kontrollieren, als sie dann aber noch meine Personalien erfragen wollten bin ich, nachdem ich ihnen gesagt hatte das sie mich für diese Information mit zur Wache nehmen müssen, gegangen. Ich glaube die beiden waren auch ganz froh die Geschichte nun beenden zu können und haben mich gehen lassen.Das muss man sich mal vorstellen, ich war verdächtig weil ich ein Lied in einer anderen Sprache gehört habe. Unfassbar. Danke Bundesregierung. Ich möchte nicht wissen wie es Menschen geht die auch noch eine andere Hautfarbe haben!Nachtrag 00:06 Uhr : Auf Grund von einigen Kommentaren und der enormen Resonanz (hatte ich jetzt nicht mit gerechnet) möchte ich kurz noch zwei Dinge loswerden. Ich mache den Beamten gar keinen Vorwurf, ich habe mich ja auch kontrollieren lassen, die beiden haben wirklich nur ihren Job gemacht. Man sollte sich aber fragen ob der Anhaltspunkt dem sie nachgegangen sind, die Musik, wirklich eine Kontrolle erfordert hat. Wie dem auch sei, ich schiebe das Ganze einfach mal der allgemeinen Hysterie zu und denke das der Spuk nach Weihnachten wieder vorbei ist. Festzuhalten ist, das Warnungen in der Art und Weise dem Volk nichst außer Misstrauen gegenüber allem und jedem bringen.
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »ronsn« (02.12.2010, 05:38)
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ronsn« (01.12.2010, 23:48)
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Orginal von ronsn
Ich kann mich noch an einem von Wikileaks veröffentlichten Dokument der CIA erinnern, in dem für Deutschland vorgeschlagen wurde die "Angst vor dem Terror" mehr in die Öffentlichkeit zu bringen, damit die Leute den Einsätzen der Bundeswehr in Afghanistan wieder zustimmen. [...]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ronsn« (23.10.2011, 15:54)